Menschen. Geschichten. Muay Thai.
Hinter jedem Gym, jedem Kampf und jeder Veranstaltung stehen Menschen, Erfahrungen und Geschichten, die im Alltag oft nur am Rand sichtbar werden.
Im MT-LVH Magazin geben wir ihnen mehr Raum: für persönliche Wege, besondere Begegnungen, Einblicke hinter die Kulissen und die Menschen, die Muay Thai in Hessen mitgestalten.
Weniger Politik, mehr Sport.
Andy Rögner -
über Thailand, Niederlagen, Tradition und die Frage,
warum Muay Thai Menschen zusammenbringen sollte


Bevor Muay Thai kam, waren da einige Umwege.
Kung Fu. Kickboxen. Boxen.
Mit 19 Jahren landet Andy Rögner schließlich beim Muay Thai und hat das Glück, früh bei einem thailändischen Trainer zu lernen: Ajarn Thiang. Der „Thai Spirit“, wie Andi ihn nennt, packt ihn sofort.
Und dann kommt Ende 2004 auch noch Ong-Bak ins Kino.
„Ich war einfach nur noch im Thai-Fieber.“
Was zunächst nach Begeisterung für einen Kampfsport klingt, wird zu etwas, das sein Leben weit über Training und Kämpfe hinaus prägen sollte.
Denn als wir Andi heute fragen, was Muay Thai aus ihm gemacht hat, spricht er nicht über Härte.
Er spricht über Menschlichkeit.
Eine andere Muay-Thai-Welt
Wer heute ein Muay-Thai-Gym betritt, findet vielerorts große Trainingsflächen, strukturierte Kurse und eine breite Mischung unterschiedlichster Menschen.
Andis Anfangszeit sah anders aus.
Er erinnert sich an winzige Oldschool-Gyms und ein Umfeld, in dem Zuhälter, Dealer und Gangster ein und aus gingen. „Normale Leute wie mich ;-)“, schreibt er mit einem Augenzwinkern, habe es nur wenige gegeben.
Auch die Wettkampflandschaft war eine andere. Veranstaltungen fanden vor allem als Mixed-Fight-Galas statt und waren stark vom K-1 geprägt. Reine Muay-Thai-Veranstaltungen waren kaum vorhanden.
Und wer wissen wollte, was die großen thailändischen Fighter machten, konnte nicht einfach das Smartphone aus der Tasche ziehen.
Es gab keines.
Entsprechend wenige thailändische Kämpfer waren hierzulande überhaupt bekannt.
Heute sieht Andi die Entwicklung des Sports in Deutschland überwiegend positiv. Es gibt aus seiner Sicht viele gute Gyms und ein deutlich höheres technisches Niveau. Selbst C-Klasse-Kämpfe seien heute teilweise auf einem Niveau, das früher in der A-Klasse zu sehen gewesen sei.
Auch reine Muay-Thai-Veranstaltungen gibt es inzwischen regelmäßig.
Doch Andis Anspruch geht weiter.
„Es muss jede Woche eine reine Muay-Thai-Veranstaltung geben, damit sich unsere Kämpfer gut entwickeln können.“
Thailand verändert den Weg
Unter den vielen Menschen und Stationen seiner Laufbahn war seine Zeit bei Pheteak und Pheto in Phuket – heute Sitjaopho Muay Thai – besonders prägend.
Die Art, wie dort Muay Thai gelebt und praktiziert wurde, beschreibt Andi als „suchterregend“.
Doch die vielleicht wichtigste Entscheidung seiner Zeit in Thailand bestand darin, Phuket irgendwann zu verlassen.
Er ging in den Isaan.
Neuer Ort. Anderes Leben. Härteres Training. Und mit Muay Kao auch ein anderer Stil.
„Das hat mich dann noch mal umstrukturiert – nicht nur als Kämpfer, auch als Mensch.“
Genau dieser zweite Teil ist entscheidend.
Denn Thailand war für Andi nicht einfach der Ort, an dem er besser kämpfen lernte.
Muay Thai und das Leben dort veränderten seinen Blick auf sich selbst.
Immer wieder aufstehen
Wenn Andi heute darüber spricht, worauf er rückblickend stolz ist, nennt er keine Titel.
Er sagt:
„Dass ich nach vielen schweren Niederschlägen immer wieder aufgestanden bin.“
Damit meint er nicht nur Niederlagen im Ring.
Auch schwere Verletzungen gehören zu seiner Geschichte.
Und manche davon betrachtet er heute als Ergebnis von Fehlern, die er selbst gemacht hat: einseitiges Training, dem Körper keine ausreichende Ruhe zu geben, jeden angebotenen Kampf anzunehmen und selbst verletzt zu kämpfen.
Er hat daraus gelernt.
Vielleicht gehört auch das zum Unterschied zwischen einem jungen Kämpfer und jemandem, der irgendwann Verantwortung für andere übernimmt: Nicht jede Erfahrung, die man selbst gemacht hat, muss die nächste Generation wiederholen.
Eine Niederlage ist nicht das Ende

Eine Erkenntnis würde Andi jungen Kämpferinnen und Kämpfern deshalb gerne möglichst früh mitgeben.
Zu Beginn seiner eigenen Laufbahn habe auch er gedacht, bei einem Kampf gehe es beinahe um Leben und Tod.
In Thailand lernte er eine andere Perspektive kennen.
Gerade am Anfang einer Karriere geht es zunächst darum, Erfahrungen zu sammeln.
„Eine Niederlage ist nicht das Ende, sie gehört zum Entwicklungsprozess dazu.“
Natürlich braucht es Ehrgeiz und den Willen zu gewinnen.
Aber eine Niederlage beendet keine Entwicklung.
Vielleicht ermöglicht sie manchmal sogar erst die nächste.
Sein Rat an jemanden, der heute zum ersten Mal ein Muay-Thai-Gym betritt, fällt deshalb erstaunlich unkompliziert aus:
„Trainiere die Basics so viel wie möglich und habe Spaß beim Training.“
Trainersein ist nicht immer dasselbe
Heute betrachtet Andi Muay Thai längst nicht mehr ausschließlich aus der Perspektive des Kämpfers.
Dabei behauptet er nicht, bereits alle Antworten zu kennen.
Auf unsere Frage, was einen wirklich guten Trainer ausmacht, sagt er zunächst, dass er selbst noch auf dem Weg sei, ein richtig guter Trainer zu werden.
Vor allem unterscheidet er zwischen verschiedenen Aufgaben.
Wer Profikämpfer betreut, muss seine Athleten sehr genau kennen. Fitnesszustand, Gegneranalyse, Ernährung, Weight Cut und viele weitere Details gehören dazu. Die Beziehung zwischen Fighter und Trainer kann für ihn dabei beinahe Züge einer Vater-Sohn-Beziehung annehmen.
Wer dagegen einen Kurs mit 40 oder 50 Menschen leitet, steht vor ganz anderen Herausforderungen: Viele Menschen gleichzeitig technisch weiterbringen, sie fit machen und dabei Training schaffen, das Spaß macht und abwechslungsreich bleibt.
Seine Verantwortung geht inzwischen jedoch über das tägliche Training hinaus.
Andi möchte dazu beitragen, Muay Thai in Deutschland größer, attraktiver und bekannter zu machen.
Denn für ihn besitzt der Sport eine besondere Fähigkeit:
„Ich denke, es gibt kaum eine Sportart, die Menschen so gut zusammenbringt wie Muay Thai.“
Respekt und die Werte des Sports sind für ihn der Grund dafür.

Der Nachwuchs braucht Möglichkeiten
Besonders wichtig ist Andi die Entwicklung junger Sportlerinnen und Sportler.
Mit dem Main Gym geht er dabei einen eigenen Weg. Vierteljährlich soll eine Veranstaltung ausschließlich für den Nachwuchs stattfinden – offen für alle Gyms, die Kinder- und Jugend-Muay-Thai fördern möchten.
Hinzu kommen kostenlose Seminare mit deutschen und internationalen Top-Kämpfern für Kinder.
Dahinter steckt ein langfristiger Gedanke:

Wer möchte, dass Muay Thai wächst, muss der nächsten Generation Möglichkeiten geben, sich zu entwickeln.
Und dafür braucht es aus Andis Sicht auch Freiheit.
Auf die Frage, was eine Organisation bieten muss, damit er sich mit ihr identifizieren und einbringen kann, nennt er genau diese zuerst: die Freiheit, sich entwickeln zu können – ohne Einschränkungen, wo, wann oder mit wem Kämpfe bestritten werden.Duo eu utinam verear, ei vix blandit efficiantur signiferumque. Sit harum euismod ut.
Was er dagegen nicht mehr mit seinem eigenen Weg verbinden möchte, formuliert er ebenso deutlich:
„Vorschriften, Verbote, Repressalien.“
Und anschließend:
„Muay Thai ist ein freier Sport für jeden!“
Tradition ist kein störendes Beiwerk
Freiheit bedeutet für Andi allerdings nicht, die Wurzeln des Sports hinter sich zu lassen.
Im Gegenteil.
Die thailändischen Traditionen und die Kultur hinter Muay Thai bedeuten ihm viel. Sie sind für ihn ein wesentlicher Teil dessen, was Muay Thai von anderen Kampfsportarten unterscheidet.
Besonders deutlich wird das beim Wai Kru.
Die Forderung, ihn wegzulassen, weil er Zuschauer möglicherweise störe, kann Andi nicht nachvollziehen.
„Es gehört aber dazu. Es ist ein Teil unseres Kampfes.“
Auch von inszeniertem Trash Talk beim Weigh-in hält er wenig.
Respekt gehört für ihn zur Identität eines Muay-Thai-Kämpfers – auch gegenüber dem Menschen, mit dem man kurz darauf in den Ring steigt.
Tradition ist damit für ihn keine Folklore, die man bewahrt, weil sie schon immer da war.
Sie prägt, wie dieser Sport ausgeübt wird.
Ein Sport verändert einen Menschen
Auf eine unserer zentralen Fragen der Muay Thai Stories hat Andi eine berührende Antwort gegeben.
Was hat Muay Thai aus dir als Menschen gemacht?
„So viel. Ich danke dem Sport und dem Land jeden Tag, dass er aus mir das gemacht hat, was ich heute bin.“
Dann wird er konkreter:
„Muay Thai hat mich einfach menschlicher gemacht. Ruhiger, fairer, liebevoller.“
Vielleicht, sagt er, sei er vor seiner Thailand-Zeit einfach noch ein Kind gewesen, das den richtigen Weg gesucht habe.
„Muay Thai und Thailand haben ihn mir gezeigt.“
Es ist wahrscheinlich eine der stärksten Aussagen seines gesamten Interviews.
Denn nach all den Kämpfen, Verletzungen, Gyms, Trainern und Jahren in diesem Sport beschreibt Andi dessen größte Wirkung nicht mit einem sportlichen Erfolg.
Sondern damit, wer er geworden ist.
Chancen einer neuen Generation
Die heutige Muay-Thai-Welt bringt Entwicklungen mit sich, die es während Andis eigener aktiver Zeit nicht gab.
Social Media gehört dazu.
Anders als man vielleicht erwarten könnte, betrachtet er diese Entwicklung zunächst als große Chance.
Kämpferinnen und Kämpfer können sich heute selbst sichtbar machen, Sponsoren erreichen und dadurch bessere Voraussetzungen schaffen, um sich auf ihre sportliche Karriere zu konzentrieren. Wer sich entsprechend entwickelt, kann den Weg bis zu großen internationalen Organisationen gehen und dort Geld mit dem Sport verdienen.
Andi weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig das früher war.
„Ohne Vitamin B wäre ich nicht durch meine Karriere gekommen.“
Dass die nächste Generation bessere Möglichkeiten hat, begrüßt er.
Und solange daneben weiterhin traditionelles Fünf-Runden-Muay-Thai mit Boxhandschuhen existiert, sieht er darin keine grundsätzliche Gefahr für den Sport.
Weniger Politik, mehr Sport
Bei einem Thema wird Andis Ton allerdings deutlich.
Den Zustand der deutschen Muay-Thai-Landschaft sieht er trotz aller positiven Entwicklung kritisch.
Seine Vorstellung davon, was sich ändern müsste, um Menschen und Vereine wieder stärker zusammenzubringen, besteht zunächst aus vier Worten:
„Weniger Politik, mehr Sport.“
Für ihn müssen Verbände anfangen zusammenzuarbeiten und sich von dem Gedanken lösen, Muay Thai jeweils für sich zu beanspruchen.
Gleichzeitig verweist er auf Promotions und Veranstaltungsreihen, die unabhängig von Verbänden arbeiten und dennoch mit unterschiedlichen Organisationen kooperieren können.
Für Andi ist die entscheidende Verbindung ohnehin eine andere.
Was Menschen über Gym-, Vereins-, Verbands- und Ländergrenzen hinweg verbindet?
„Die Liebe zum Sport und natürlich die Liebe zu Thailand.“
Und genau daraus entwickelt sich am Ende unseres Gesprächs sein vielleicht deutlichster Appell.
Es geht nicht um uns
Wir haben Andi zum Abschluss gefragt, ob es etwas gibt, das wir nicht gefragt haben – etwas, das er der Muay-Thai-Welt unabhängig von unseren Fragen gerne mitgeben möchte.
Seine Antwort führt viele Gedanken des Gesprächs zusammen.
Muay Thai in Deutschland habe in den vergangenen Jahren einen großen Sprung nach vorne gemacht. Aus einer Landschaft praktisch ohne reine Muay-Thai-Promotions seien mehrere entstanden.
Davon profitiert der gesamte Sport.
Was aus seiner Sicht geblieben ist, ist die Spaltung zwischen den Verbänden.
Deshalb richtet er sich ausdrücklich an die Verantwortlichen in Verbänden, Gyms und Promotions:
„Lasst uns den alten Beef beiseitelegen und zusammenarbeiten. Wir müssen es vorleben, wie es funktionieren kann.“
Und dann folgt der Satz, der vielleicht am besten beschreibt, worum es ihm dabei eigentlich geht:
„Es geht nicht um uns, sondern um den Sport.“
Das Main Gym, House of Pain und die mit ihnen befreundeten Promotions seien offen für Kämpfer aus allen Verbänden.
Abschottung hält Andi langfristig für den falschen Weg.
Sein Wunsch für die Zukunft des Muay Thai in Deutschland passt deshalb zu seiner gesamten Geschichte:
„Lasst uns alle zusammenarbeiten, Freunde, und Deutschland zu einem Muay-Thai-Land machen.“
Vom 19-Jährigen im „Thai-Fieber“ über Phuket und den Isaan, Kämpfe und Verletzungen bis zum Trainer und Nachwuchsförderer zieht sich damit ein Gedanke durch Andis Geschichte.
Muay Thai hat ihn nicht nur kämpfen gelehrt.
Es hat ihm einen Weg gezeigt.
Und vielleicht besteht seine Vorstellung von der Zukunft dieses Sports gerade deshalb nicht darin, diesen Weg allein weiterzugehen.
Sondern gemeinsam.

Interview erstellt 2026 von
Anna Stark
Keine Abkürzungen
Michael Damboer über mehr als drei Jahrzehnte Muay Thai, Gemeinschaft, Verantwortung – und warum Champions nicht auf Instagram gemacht werden


1992 nimmt ein Nachbar Michael Damboer mit zum Training.
Jens Krieg ist zu diesem Zeitpunkt bereits ein erfahrener Muay-Thai-Kämpfer.
Trainiert wird bei Rolf Vennemann im Banzai Ulm. Für Micha ist es die erste Begegnung mit einem Sport, der mehr als drei Jahrzehnte später noch immer einen bedeutenden Teil seines Lebens und seiner Identität ausmacht.
Seine Erinnerung an diese erste Einheit ist allerdings wenig romantisch.
„Ich habe bei meiner ersten Trainingseinheit noch nie so viel geschwitzt und danach blaue Unterarme gehabt.“
Er bleibt trotzdem.
Vielleicht ist das im Rückblick sogar ein ziemlich passender Anfang für eine Geschichte, in der es immer wieder um einen Gedanken gehen wird: Es gibt keine Abkürzungen.
Eine Lebenseinstellung
Auf die Frage, warum er dem Muay Thai über all die Jahre treu geblieben ist, braucht Micha keine lange Erklärung.
„Muay Thai ist eine Lebenseinstellung.“
Loyalität, Fairness, Disziplin, Freundschaft und Respekt sind die Werte, die er mit dem Sport verbindet.
Geprägt haben ihn dabei nicht nur Training und Wettkampf, sondern vor allem Menschen und Begegnungen. Namen wie Rolf Vennemann, Detlef Türnau, Burklerk Pinsinchai, Kanok Triprom, Amnat Pooksrisuk, Master Krin und Igor Jushko gehören für ihn zu diesem Weg.
Auch seine Freunde und Trainingspartner im Banzai Ulm und Heilbronn sowie ein früher Lehrgang im alten Bujin Gym Rommerskirchen sind Erinnerungen, die geblieben sind.
Es ist eine Geschichte, die Anfang der 1990er-Jahre in einer Muay-Thai-Welt beginnt, die mit der heutigen nur bedingt vergleichbar ist.
Vom Randsport zum globalen Phänomen
Micha hat erlebt, wie sich Muay Thai in Deutschland grundlegend verändert hat.
Was Anfang der 1990er noch Randsport war, ist für ihn inzwischen im Mainstream angekommen. Zwei Entwicklungen nennt er dafür besonders: die Entwicklung der IFMA und den weltweiten Aufstieg des Muay Thai zu einem globalen Kampfsportphänomen.
Doch wenn Micha heute auf seinen eigenen Weg zurückblickt, sind es nicht nur sportliche Erfolge, die für ihn zählen.
Natürlich gehören auch sie dazu.

Welt- und Europameistertitel im Amateur- und Profibereich. Unzählige Kämpfe. Mehr als 50 Veranstaltungen. 20 Jahre Fight Night Mannheim.
Seine Haltung zu den Kämpfen beschreibt er mit einem Satz:
„Win or lose, we are here to take the fight.“
Doch auf die Frage, worauf er besonders stolz ist, nennt Micha etwas anderes zuerst.
Die Thai Bombs Mannheim.
Und ihre Mitglieder.
„Muay Thai ist eine globale Community“
Bei den Thai Bombs trainieren Freizeit- und Leistungssportler gemeinsam. Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und aus Ländern auf der ganzen Welt stehen zusammen im Training.
Für Micha steckt darin etwas Grundsätzliches über den Sport:
„Muay Thai ist eine globale Community.“
Diese Sichtweise prägt auch seine Vorstellung davon, was einen guten Trainer ausmacht.
Fachkompetenz gehört dazu. Methodenkompetenz ebenso. Und Sozialkompetenz.
Dann fasst Micha seine Vorstellung vom Trainersein in drei Worte:
„Menschen zu empowern.“
Denn sportlicher Erfolg, gewonnene Kämpfe und Titel sind für ihn durchaus wichtig. Aber mindestens genauso entscheidend ist etwas, das sich nicht in einer Ergebnisliste abbilden lässt: junge Menschen auf ihrem Weg zu selbstständigen, emanzipierten und wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft zu begleiten.
Trainersein bedeutet damit mehr, als Techniken zu vermitteln oder jemanden auf den nächsten Kampf vorzubereiten.
Es bedeutet Verantwortung für Menschen.
Viel nebeneinander
Wenn Micha über die Zukunft des deutschen Muay Thai spricht, wird deutlich, dass er nicht nur auf das Geschehen im eigenen Gym schaut.

Eine der größten Herausforderungen sieht er in der Zersplitterung der deutschen Muay-Thai-Community, ihrer Verbände und Sportstrukturen.
„Viel nebeneinander, wo man zusammen mehr für unseren Sport erreichen könnte.“
Die Zusammenarbeit zwischen Vereinen?
Seine Antwort darauf besteht aus einem Wort:
„Superwichtig.“
Für Micha braucht der Sport langfristig aufgebaute, verlässliche und seriöse Strukturen.
Trainerinnen und Trainer, Vereine, Verbände, Promotion und Management müssten zusammenspielen, wenn junge Sportlerinnen und Sportler nicht nur kurzfristige Chancen, sondern eine langfristige und gesunde Perspektive erhalten sollen.
Dabei geht es für ihn auch um die Entwicklung des Muay Thai selbst.
„Wir müssen Muay Thai zu einem Breitensport entwickeln, um daraus einen Spitzensport formen zu können.“
Denn nachhaltiger Spitzensport entsteht nicht allein durch einzelne Talente oder große Veranstaltungen. Er braucht eine Basis, auf der er wachsen kann.
Segen und Fluch
Eine Entwicklung spielt dabei heute eine Rolle, die 1992 beim ersten Training im Banzai Ulm noch vollkommen irrelevant war: Social Media.
Micha sieht darin beides.
Segen und Fluch.
Auf der einen Seite bringt Social Media Sichtbarkeit und Reichweite für einen Sport, der lange um öffentliche Wahrnehmung kämpfen musste.
Auf der anderen Seite sieht er eine Gefahr:
„Unsere Werte werden zwischen den Algorithmen zerrieben.“
Besonders deutlich wird seine Haltung, wenn es um junge Sportlerinnen und Sportler geht.
Sein Rat klingt zunächst wenig spektakulär: Es gibt keine Abkürzung auf dem Weg an die Spitze.
Jeder Kampf ist wichtig.
Und ob dort am Ende ein Sieg oder eine Niederlage steht, verliert mit der Zeit an Bedeutung.
Dann folgt ein Satz, der vielleicht besser als jeder andere zusammenfasst, was Micha von der zunehmenden Inszenierung des Kampfsports hält:
„Champion wird man im Ring. Nicht auf Instagram oder TikTok.“
Demut im Sieg. Größe in der Niederlage.
Interessant ist dabei, dass Micha die traditionellen thailändischen Wurzeln des Sports anders gewichtet, als man vielleicht erwarten würde.
„Superwichtig.“
Auf die Frage nach ihrer persönlichen Bedeutung antwortet er offen:
„Ehrlich gesagt, keine allzu große.“
Für ihn ist Muay Thai heute ein globaler Sport mit globalen Werten. Das bedeutet nicht, dass er die thailändische Kultur oder die traditionellen Wurzeln nicht achtet – im Gegenteil. Und, wie er ausdrücklich ergänzt, mag er natürlich auch das thailändische Essen.
Entscheidend ist für ihn jedoch, welche Werte aus dieser Tradition weitergetragen werden.
Und dafür findet er ausgerechnet im Wai Kru eine klare Antwort.
Was sollte die nächste Generation unbedingt bewahren?
„Demut im Sieg, Größe in der Niederlage, Respekt für den Gegner.“
Vielleicht liegt genau darin auch der Gegensatz zu einer Welt, in der Reichweite, Selbstvermarktung und schnelle Erfolge zunehmend sichtbar sind.
Denn Respekt lässt sich nicht an Followerzahlen messen.
Und Erfahrung lässt sich nicht abkürzen.
Niemals ein totes Pferd reiten
Nach mehr als drei Jahrzehnten Muay Thai könnte man Michael Damboer nach großen Lebensweisheiten fragen.
Nach all den Kämpfen. Den Erfolgen und Niederlagen. Den Menschen, die gekommen und gegangen sind. Nach mehr als 50 Veranstaltungen, 20 Jahren Fight Night Mannheim und unzähligen Stunden im Gym.
Wir haben ihn deshalb gefragt, welche Erkenntnis ihn auf seinem bisherigen Weg am stärksten geprägt hat.
Seine Antwort umfasst fünf Worte:
„Niemals ein totes Pferd reiten.“
Mehr Erklärung liefert er nicht.
Vielleicht braucht es die auch nicht.
Ein Wunsch für die Zukunft
Wenn Micha einen Wunsch für die Zukunft des Muay Thai in Deutschland frei hätte, denkt er groß.
Er wünscht sich einen anerkannten, im DOSB organisierten Dachverband für Muay Thai und Ringsport – auf Bundes- und Landesebene.
Und schließlich ein Ziel, das weit über einzelne Gyms, Veranstaltungen oder Verbände hinausgeht:
Muay Thai als olympische Disziplin.
Von den blauen Unterarmen nach seinem ersten Training 1992 bis zu dieser Vision liegen mehr als drei Jahrzehnte.
Muay Thai hat sich in dieser Zeit verändert. Der Sport ist größer, internationaler und sichtbarer geworden.
Michael Damboer ist geblieben.
Als Sportler. Als Trainer. Als Vereinsmensch. Als jemand, für den Muay Thai längst weit mehr bedeutet als das Geschehen zwischen den Ringseilen.
Eine Lebenseinstellung.
Eine globale Community.
Und ein Weg, für den es bis heute keine Abkürzung gibt.
Interview erstellt 2026 von
Anna Stark

Alexander Dibaba über einen Zettel nach Bangkok, die wilden Jahre des deutschen Muay Thai

Mit Mut in die Ungewissheit
1994
Ein junger deutscher Kampfsportler sitzt mit einem kleinen Stück Papier da, auf dem eine Adresse in Bangkok steht. Geschrieben in einer Sprache, die er nicht lesen kann.
Kein Smartphone. Kein Google Maps. Keine Möglichkeit, vorab Bewertungen eines Gyms zu lesen oder sich per Messenger anzukündigen.
Alexander Dibaba hat nicht viel mehr als diesen Zettel, eine Empfehlung – und seine letzten D-Mark vom Sold.
Er bucht den Flug.
Was danach kommt, wird nicht nur seine sportliche Laufbahn bestimmen. Es wird der Anfang einer Beziehung zum Muay Thai, die mehr als drei Jahrzehnte später noch immer anhält.
Dibabas Weg in den Kampfsport beginnt bereits als Jugendlicher beim klassischen Boxen in Mainz-Kostheim. Muay Thai ist im Deutschland der 1980er-Jahre kaum präsent. Also probiert er aus, was verfügbar ist: Kickboxen, Vollkontakt-Karate, Taekwondo.
Oder, wie er es selbst zusammenfasst:
„Eigentlich habe ich alles ausprobiert, was im Stand gekämpft wurde.“
Dann kommt 1994.
Während seiner Dienstzeit erzählt ihm ein Kamerad von einem Gym in Bangkok. Viel mehr als eine Adresse bekommt Dibaba nicht. Heute würde vermutlich eine kurze Suche genügen, um Fotos, Standort, Trainingszeiten und Erfahrungsberichte zu finden. Damals muss eine Empfehlung reichen.
Er nimmt seine letzten D-Mark, bucht einen Flug nach Thailand und macht sich auf den Weg.
„No Farang“
Mit Hilfe eines Taxifahrers landet Dibaba schließlich in Bang Yai.
Die Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrgast funktioniert eher mäßig. Ein Ausdruck bleibt ihm allerdings im Gedächtnis: „No Farang“.
Was genau der Taxifahrer damit sagen will, versteht Dibaba damals nicht. Dass dieser von der ganzen Sache offenbar wenig begeistert ist, dagegen schon.
Und tatsächlich sieht das vermeintliche Gym bei seiner Ankunft nicht unbedingt nach dem Beginn einer großen sportlichen Geschichte aus.
„Als ich dort ankam, dachte ich zuerst, ich sei völlig falsch. Das, was ich vorfand, sah eher aus wie eine alte Bauruine als wie ein Gym. Nix mit Klima oder Zimmer mit Privatsphäre.“
Auch der Empfang entspricht nicht gerade dem Bild thailändischer Gastfreundschaft, das viele Reisende heute erwarten würden.
Dibaba formuliert es rückblickend mit Humor: Eigentlich wollte ihn dort niemand haben. Ein bisschen Geld hatte er allerdings dabei.
Also blieb er.
Seine ersten Erfahrungen mit dem Muay Thai fallen entsprechend intensiv aus. So intensiv, dass der erste Aufenthalt zwischenzeitlich im Medical Center in Bangkok endet.
Heute kann er darüber lachen.
Entscheidender ist für ihn etwas anderes: Genau dort beginnt seine eigentliche Reise. Er lernt nicht nur eine neue Art zu kämpfen kennen, sondern eine Kultur und ein Verständnis des Sports, das ihn nicht mehr loslassen wird.
„Aus einer spontanen Reise ins Ungewisse wurde eine lebenslange Leidenschaft.“
Härte und Respekt
Was ihn am Muay Thai fasziniert, lässt sich für Dibaba nicht allein mit Techniken oder Wettkampf erklären.
„Mich hat die Kombination aus Härte und Respekt beeindruckt. Im Ring kämpft man kompromisslos, außerhalb begegnet man sich mit Wertschätzung.“
Tradition, Disziplin und sportliche Herausforderung gehören für ihn zusammen. Je tiefer er in die Geschichte und Kultur des Muay Thai eintaucht, desto weniger ist es für ihn einfach nur eine weitere Kampfsportart.
Und noch etwas begleitet ihn bis heute: die Erkenntnis, dass es in diesem Sport keinen Punkt gibt, an dem man fertig gelernt hat.
Mehr als 100 Kämpfe – und 150 D-Mark für die Profis
1995 begegnet Dibaba Detlef Türnau. Eine Begegnung, der er rückblickend große Bedeutung beimisst.
Für ihn ist Türnau einer der entscheidenden Wegbereiter des Muay Thai in Deutschland. Durch ihn findet Dibaba seinen Weg in den Muaythai Bund Deutschland und später in die Nationalmannschaft. Viele Jahre kämpft er für Deutschland.
Türnau, sagt Dibaba, habe ihm Türen geöffnet, ihn gefördert, international vernetzt und Chancen ermöglicht, die seinen weiteren Weg entscheidend beeinflusst hätten.
Seine eigene sportliche Bilanz wächst derweil beträchtlich.
Mehr als 100 Kämpfe bestreitet er, darunter rund 46 Profikämpfe im Muay Thai. Er wird Deutscher Meister, gehört lange zu den ersten fünf der deutschen Rangliste und feiert auch im klassischen Boxen Erfolge.
Dass der Begriff „Profi“ damals etwas anders aussah als das Bild, das man heute damit verbindet, verschweigt er nicht.
„Wobei Profi zu der Zeit … 150 DM und frei Essen. Voll der Profi.“
Im Ausland und besonders in Holland sei die Gage zwar höher gewesen – dafür habe es dort, wie Dibaba trocken ergänzt, auch entsprechend heftiger „auf die Nase“ gegeben.
Es sind die 1990er-Jahre. Muay Thai in Deutschland befindet sich in einer anderen Welt als heute. Strukturen sind weniger gefestigt, die IFMA spielt hierzulande noch nicht die heutige Rolle, Titel werden unter unterschiedlichsten Verbänden ausgekämpft.
Dibaba beschreibt diese Jahre als eine Zeit voller „Pioniergeist, Leidenschaft und echtem Herzblut“.

Und fügt in seiner ursprünglichen Antwort noch hinzu:
„… und sonstigen Blutungen.“
Wenn aus Leidenschaft Verantwortung wird
Man könnte Dibabas Geschichte an dieser Stelle als klassische Sportlerbiografie weitererzählen.
Kämpfe. Ranglisten. Meisterschaften. Nationalmannschaft.
Doch ausgerechnet er selbst verschiebt den Schwerpunkt.
Denn wenn Dibaba heute zurückblickt, sind es nicht die eigenen Titel, auf die er am stolzesten ist.
Es sind die Menschen.
Sportlerinnen und Sportler, die er über Jahre begleitet hat. Menschen, die sich als Athleten entwickeln, aber auch persönlich wachsen. Ihre nationalen und internationalen Erfolge bedeuten ihm heute mehr als die eigenen.
Vielleicht lässt sich die Veränderung seines Blicks auf Muay Thai in einem seiner Sätze am besten zusammenfassen:
„Früher wollte ich vor allem selbst besser werden. Heute denke ich viel weiter.“
Aus dem Sportler wurde ein Trainer. Aus dem Trainer wurde jemand, der Strukturen mitgestalten möchte.
Erfolg bedeutet für Dibaba heute nicht mehr, selbst im Mittelpunkt zu stehen. Es bedeutet, Wissen weiterzugeben, Menschen Chancen zu eröffnen und Bedingungen zu schaffen, unter denen andere ihren Weg gehen können.
Dabei habe er auch gelernt, dass eine Medaille niemals nur die Leistung des Menschen sei, der sie am Ende um den Hals trägt.
Dahinter stehen Trainer. Vereine. Ehrenamtliche. Funktionierende Strukturen.
Weniger Ego, mehr Miteinander
Heute ist Alexander Dibaba Vizepräsident des Muaythai Bund Deutschland. Entsprechend deutlich wird seine Perspektive, wenn es um die Zukunft des Sports geht.
Hoffnung macht ihm vor allem die zunehmende Professionalität und eine engere Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Verbänden. Gleichzeitig sieht er Athletinnen und Athleten, die sich auf immer höherem internationalen Niveau bewegen – und eine junge Generation, die zunehmend bereit ist, nicht nur selbst zu kämpfen, sondern Verantwortung zu übernehmen.
Doch Dibaba sieht auch Probleme.
„Persönliche Interessen dürfen niemals wichtiger sein als die Entwicklung des Sports.“
Es brauche mehr gut ausgebildete Trainer, engagierte Ehrenamtliche und eine stärkere öffentliche Wahrnehmung. Vor allem aber fordert er etwas, das sich durch viele seiner Antworten zieht:
Qualität vor Selbstdarstellung.
Für ihn sind Verbände dabei kein Selbstzweck. Ihre Aufgabe bestehe darin, faire Regeln zu schaffen, Trainer hochwertig auszubilden, sichere Wettkämpfe zu ermöglichen und dem Nachwuchs Perspektiven zu eröffnen.
Verbandsarbeit bedeute Verantwortung – nicht für sich selbst, sondern für diejenigen, die den Sport betreiben und nach einem kommen.
Wenn Reichweite wichtiger wird als der Weg
Besonders deutlich wird Dibaba bei der Frage, was die nächste Generation bewahren sollte.
Seine erste Antwort ist knapp:
Demut. Respekt. Leidenschaft.
Doch dabei bleibt es nicht.
Er beobachtet kritisch eine Entwicklung, bei der Außendarstellung und vermeintliche Erfolge mitunter wichtiger erscheinen als der Weg, der tatsächlich dahintersteht.
„Muay Thai ist kein Wettbewerb darum, wer sich im Internet am besten vermarktet oder nach wenigen Kämpfen mit möglichst vielen – teilweise fragwürdigen – Titeln schmückt.“
Für Dibaba bemisst sich der Wert eines Sportlers nicht an Social-Media-Reichweite oder der möglichst langen Liste vermeintlicher Weltmeistertitel.
Kontinuierliche Entwicklung. Harte Arbeit. Ehrlichkeit. Respekt vor Gegnern und Trainern.
Und Respekt vor dem Sport selbst.
Seine Konsequenz daraus ist vielleicht einer der stärksten Sätze des gesamten Gesprächs:
„Erfolge kommen und gehen – Charakter bleibt.“
Die Seele des Sports
Bei aller Entwicklung und Professionalisierung gibt es für Dibaba etwas, das nicht verloren gehen darf: die Verbindung zu Thailand und zu den traditionellen Wurzeln des Muay Thai.
„Sie sind die Seele unseres Sports.“
Muay Thai sei Kultur, Geschichte und Respekt. Wer seine Tradition verstehe und lebe, verstehe auch seinen eigentlichen Geist.
Für Dibaba ist das keine abstrakte Forderung.
Seine eigene Geschichte begann schließlich genau dort: mit einem Zettel, einer Adresse, einem Taxifahrer, der offenbar keine besonders gute Idee darin sah, einen Farang nach Bang Yai zu bringen – und einem Gym, das auf den ersten Blick eher einer Bauruine glich.
Mehr als drei Jahrzehnte später beschäftigt ihn deshalb nicht mehr nur die Frage, was Muay Thai ihm gegeben hat.
Sondern was seine Generation der nächsten hinterlässt.
Muay Thai ist größer als wir selbst
Wenn Alexander Dibaba einen Wunsch für die Zukunft des deutschen Muay Thai formulieren dürfte, wäre es kein weiterer Titel. Keine größere Veranstaltung. Keine persönliche Auszeichnung.
Es wäre mehr Miteinander.
Weniger Ego.
Mehr Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Trainern, Athleten und Verbänden. Mehr Gewicht für sportliche Leistung, Fairness und echtes Engagement. Und eine gemeinsame Entwicklung des Sports, bei der nicht die einzelne Person im Mittelpunkt steht.
Denn nach mehr als 100 Kämpfen, Jahrzehnten als Sportler, Trainer und Funktionär führt seine Geschichte am Ende erstaunlich weit weg von den eigenen Erfolgen.
Zur Gemeinschaft.
Zum Weitergeben.
Zur Verantwortung.
1994 wusste Alexander Dibaba nicht, was ihn am Ende der Reise erwarten würde. Er hatte einen Zettel mit einer Adresse und genügend Mut, trotzdem loszufliegen.
Vielleicht liegt darin auch mehr als drei Jahrzehnte später noch eine passende Beschreibung seines Weges.
Man muss nicht immer wissen, wohin eine Reise führt.
Aber man sollte wissen, was man auf diesem Weg nicht verlieren möchte.
Respekt. Demut. Leidenschaft.
Und das Bewusstsein, dass Muay Thai größer ist als wir selbst.
Erfolge kommen und gehen. Charakter bleibt.
Erstellt: 2026 von Anna Stark


